Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das
Unmögliche versucht werden.
Hermann Hesse

Aktuelles

Das Leben spüren

Helga Gerth zum Mehrgenerationenprojekt in Borgsdorf

Die Meinungen sind geteilt. Alt und Jung unter einem Dach? Bloß nicht!, sagen die einen, und sehen jede Menge Probleme aufgrund der unterschiedlichen Interessenlage. Das ist ideal!, sind die anderen überzeugt und sehen das gegenseitige Geben und Nehmen der Generationen als großes Plus an.
Die Mitglieder des
Alep-Vereins in Borgsdorf gehören zu den Optimisten. Schon lange verbindet sich ihr Name nicht mehr nur mit dem Kinder- und Jugendheim in der Margeritenstraße, denn die Kinder wohnen mittlerweile mit ihren Betreuern wie in einer Familie. Der Verein hat die Zeichen der Zeit erkannt und für ältere Bürger seniorengerechte Wohnungen errichtet. Daneben hat er sein Haus für Tagesmütter mit ihren Kindern geöffnet und konnte als neuen Mieter gestern das Team des Hohen Neuendorfer Familienzentrums begrüßen. Ganz sicher: Da wird „Leben in der Bude“ sein.
Natürlich brauchen betagte Bürger Ruhe, aber bestimmt nicht zu viel davon, denn sie wollen auch
im Alter Teil der Gesellschaft sein und das Leben spüren. Ein Besuch einer Kindergruppe, ein Vorlesenachmittag mit Schulkindern oder ein gemeinsames Vorhaben, die könnten kleine Höhepunkte im wenig aufregenden Seniorenalltag werden.

02.10.2008
Märkische Allgemeine

„Die Mitglieder des Alep-Vereins in Borgsdorf gehören zu den Optimisten.“

EINWEIHUNG: Einzugsfete mit Aha-Effekt

Kindervereinigung in neuen Räumen in Borgsdorf / Lücketreff und Wissenswerkstatt eröffnet

BORGSDORF - „Es ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt hatten“, freute sich Nicole Florczak und mit ihr das ganze Team der Kindervereinigung. Gestern war ihr großer Tag. Sie konnten die Einweihung ihres neuen Domizils in der Margeritenstraße 5 in Borgsdorf im Alep-Haus feiern und dazu eine riesige Gästeschar begrüßen. Von der Oma bis zum Krabbelkind. Sie alle waren neugierig, was sich hier in den vergangenen Wochen und Monaten entwickelt hat. Und ist eine Menge:
Seit 1. Oktober 2008 ist der Verein im Besitz eines Mietvertrages mit
Alep, und fortan hatten sich Mitglieder und Helfer unheimlich ins Zeug gelegt, die Räume in der dritten Etage mit immerhin mehr als 400 Quadratmetern farblich zu gestalten und einzurichten. Hier haben nun das einst in Hohen Neuendorf ansässige Familienzentrum mit seinen vielen Angeboten – vom Miniklub bis zur Englischgruppe – und der neue offene Kinder- und Jugendtreff „Lücke“ ihr „zu Hause“.
„Das ist unser erstes Mehrgenerationenhaus in der Stadt“, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung und spielte dabei auf das Zusammenleben von Senioren im
Alep-Wohnprojekt, Kleinkindern und sowie Schülern verschiedener Altersstufen an. Die Stadt hatte die Einrichtung des Lücke-Projektes mit urigen Werkbänken und anderen nützlichen Dingen aus dem Arbeitslehrezentrum unterstützt. Außerdem können die Kinder von Eon-Edis und der Telekom gesponserte Computer nutzen.
„Der Lücke-Treff wird gut angenommen“, berichtet Nicole Florczak, eine von zwei festen Mitarbeitern. Jede Woche kämen neue Besucher hinzu. Manche Kinder seien täglich hier, andere nur an bestimmten Tagen, einige nur sporadisch.
Zum Eröffnungstag konnten sich die Gäste ein Bild machen von den zahlreichen Angeboten. So wurde unter anderem gefilzt, gesungen, Tischtennis gespielt und am Tisch gekickt. Begehrt waren
auch die Plätze an den Werkbänken mit Schraubstock, Raspel, Feile sowie Hammer und Nägeln. Hier zeigte sich, wer mal ein guter Haushandwerker wird.
Die Kindervereinigung hat einen glücklichen Untermieter: Die Mitglieder des Vereins „Uni4Kids“, die sich hier einen Wunsch erfüllen und eine „Wissenswerkstatt“ einrichten konnten. Die gibt ihnen die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen erstmals ein kontinuierliches Kurs- und Freitzeitangebot zu unterbreiten. „Aber keine Angst, wir machen keine gefährlichen Experimente“, wehrte Carsten Lübke ab. Er ist einer der Initiatoren von Uni4Kids. Seit 2005 machen er und seine Mitstreiter Kindern in Kitas und Schulen Lust auf Wissenschaft mit hohem Qualitätsanspruch.
Die Antworten auf die alltäglichen Phänomene werden den kleinen „Studenten“ nicht „serviert“, sie müssen ihnen vielmehr selbst nachspüren. (Von Helga Gerth)

Vom Kinderheim zum Mehrgenerationenprojekt

21.02.2009
Märkische Allgemeine

„Das ist unser erstes Mehrgenerationenhaus in der Stadt“,
sagte
Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung

Gemeinsam gefeiert

Nachbarschaft Mehrgenerationsfest in Borgsdorf / Neue Leiterin stellte sich vor

BORGSDORF - Sie leben und arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft und zum Teil sogar unter einem Dach: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren auf dem Alep-Gelände in Borgsdorf. Erstmals feierten Sie nun ein „Mehrgenerationsfest“, bei dem sie Kaffee tranken und Kuchen aßen, grillten, sich gemeinsam am Feuer wärmten und ins Gespräch kamen.
Die Idee zu diesem Treff hatte Peter Boddenberg vom gleichnamigen, hier tätigen Hausmeisterservice. Sie wurde sofort aufgegriffen, bot sie doch auch der neuen Leiterin des
Alep-Kinder- und Jugendheimes, Aliki Stavrakaki, die Möglichkeit, sich allen einmal vorzustellen. Die Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Sozialpädagogin ist bereits seit dreieinhalb Jahren bei Alep beschäftigt. Am 1. Februar nun hat sie die Leitung in Borgsdorf übernommen. Die 40-Jährige hat sich vorgenommen, die Mehrgenerationsprojekte auszubauen und die Kooperation weiter voranzutreiben.
Das jüngste Treffen, das allen gefallen hat, nannte sie einen guten Auftakt. Es vereinte etwa 80 Teilnehmer, von Kindern des Kinderheimes und der Tagesmütter, Jugendliche des Jugendklubs „Wasserwerk“ bis hin zu den Bewohnern des Seniorenwohnhauses und des Pflegeservices Medi Mobil. Die Mitglieder des Jugendklubs hatten eine Pilzpfanne zubereitet und mitgebracht. (hp)

06.04.2010
Märkische Allgemeine

Der Blick ins Grüne

ALEP eröffnet Seniorenwohnheim in Borgsdorf

BORGSDORF (col) - Gestern war es soweit:
Mit einem Jahr Verspätung konnte das
ALEP-Seniorenwohnheim in Borgsdorf endlich eröffnet werden. 75 Bewohner haben sich in ihrem neuen zuhause schon eingelebt, unter ihnen auch Horst Domke mit seiner Frau. Das Paar hat im Juni eine gemütliche Zwei-Raum-Wohnung bezogen. „Wir sind aus Liebenwalde. Aber dort haben wir oben gewohnt“, sagte Horst Domke. Die Treppen wurden zu schwer und daher zog das Paar nun nach Borgsdorf. „Wir sind mit dem Schritt sehr zufrieden.“
87 Appartements sind fertig gestellt. Außerdem leben 14 Bewohner in einer Wohngemeinschaft und haben rund um die Uhr eine Betreuung um sich. Das Architektenbüro aus Leipzig hofft, mit seinem Entwurf einen Preis zu gewinnen.
Der
Bau kostete 4,6 Millionen Euro, die aus Eigenmitteln und Krediten der ALEP bezahlt worden sind. Der Bau verlief nicht ohne Pleiten: Die erst zuständige Firma ist während der Bauphase in Konkurs gegangen. Der Bau musste gestoppt werden, und es kam zu einer Verzögerung. Aber das war nicht die einzige Behinderung. Die zukünftigen Bewohner hatten ihre alten Mietverträge schon gekündigt und mussten somit ohne Bauabnahme ins Wohnheim ziehen. „Dafür gab es eine Bußgeldstrafe vom Landeskreis“, so Geschäftsführer Dr. Jürgen Schiel.
Gestern störte das nicht. Die Bewohner waren zufrieden und genossen das Programm der Kita Krümelkiste und des Frauenchors Hohen Neuendorf.

ALEP bedankt sich mit einer Feier bei den Bewohnern, die die Bauarbeiten aushalten mussten

Im Alter betreut wohnen

Soziales Neues Haus für Senioren in Borgsdorf eröffnet

BORGSDORF – Helga Blihs ist 86 Jahre alt und hat sich noch einmal verändert, nachdem ihr Lebenspartner verstorben war. Seit Mai 2007 wohnt die Birkenwerderanerin in Borgsdorf im neuen Alep-Seniorenwohnhaus am Dornbuschweg. Obwohl man alte Bäume eigentlich nicht mehr verpflanzt, hat sie den Umzug in das kleine Appartement gewagt und nicht bereut. Sie fühlt sich hier wohl und hat Kontakt geschlossen zu den Mitbewohnern. Noch kommt die rüstige Frau allein klar, die Kinder helfen beim Einkauf. Aber auch wenn es mal anders kommt, glaubt sich Helga Blihs hier gut aufgehoben.
Gestern wurde die Seniorenwohnanlage eingeweiht. Sie zählt 87 Ein- und Zweiraumwohnungen, darunter 14 Pflegeplätze. Die Wohnungen sind 45 bis 62 Quadratmeter groß, haben zumeist Balkon, und alle Bewohner können ins Grüne schauen. Das Haus verfügt über drei Personenaufzüge und einen großen Speisesaal.
Zu zwei Dritteln ist der Neubau bereits bezogen. Das Interesse ist weiter groß. Viele Gäste der Eröffnung nutzen die angebotenen Führungen, um sich im Haus umzusehen.
Alep-Geschäftsführer Jürgen Schiel hebt das Besondere an diesem Objekt hervor: „Wir bieten Wohnraum in Verbindung mit Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen.“ Auch intensive Pflege sei möglich, sodass Menschen hier ihren Lebensabend verbringen können.
Um Pflege und Service (Hilfe bei Besuchen beim Arzt, beim Friseur oder beim Einkauf oder die Bestellung des Mittagessens aus der „Sonnenburg“ in Oranienburg), kümmert sich „Medi-Mobil“, eine gemeinnützige Einrichtung der ambulanten Alten- und Krankenpflege. Sie hält qualifiziertes Personal vor und für den Service einen Dispatcher, bei dem alles zusammen läuft. Wie Medil-Mobil-Chefin Marianne Roch betont, werden die Bewohner auch sozial und kulturell betreut
.
Schiel verhehlte in seiner Eröffnungsrede nicht, dass das Seniorenwohnhaus viel später fertig geworden ist als ursprünglich geplant. Das Unternehmen, das das Objekt schlüsselfertig übergeben sollte, war zwischenzeitlich Pleite gegangen, der Bau kam ins Stocken. Das brachte
Alep in die Bredouille, da künftige Bewohner ihre alten Wohnungen schon gekündigt hatten. Weil Alep die ersten Wohnungen vermietete, ohne das die Bauabnahme erfolgt war, handelte sich Schiel ein Bußgeld ein.
Alep (Außerschulisches Lernen und Erlebnispädagogik) war nach der Wende nach Borgsdorf gekommen und hatte das dortige Kinderheim übernommen. Mittlerweile leben alle Kinder und Jugendlichen in Familienwohngruppen, und der Verein hat sich in Borgsdorf ein zweites Standbein geschaffen. 2002 war das erste Haus für betreutes Wohnen für Senioren fertiggestellt worden. Es fand sehr großen Zuspruch. Nun also das zweite Objekt.
Schiel kündigte Bemühungen an, den Standort weiter zu entwickeln. Im ehemaligen Kinderheim könnte sich ein Arzt niederlassen. Zudem wäre Platz für Krankengymnastik, Friseur und andere Dienstleistungen. (Von Helga Gerth)

01.03.2008

Märkische Allgemeine 

Nagel auf den Kopf getroffen

Richtfest für neue Alep-Seniorenwohnanlage in Borgsdorf

BORGSDORF - Über dem neuen Seniorenwohnhaus des gemeinnützigen Vereins
Alep wurde gestern Nachmittag am Dornbuschweg im Beisein vieler Ehrengäste und Besucher der Richtkranz aufgezogen. Die Zeremonie nahm der geschäftsführende Alep-Vorstand Jürgen Schiel gemeinsam mit Zimmermann Manfred Blaue aus Wettin (Sachsen Anhalt) vor. Beide schlugen erfolgreich einen symbolischen Nagel ein. Es folgte nach alter Sitte des Zimmermanns Richtspruch.
Ermutigt vom großen Zuspruch, den die seit 2003 existierende Einrichtung in der Margeritenstraße 5a in Borgsdorf fand, entschieden sich die Verantwortlichen bei
Alep für den Neubau. Damit soll „weiteren älteren Mitbürgern die Möglichkeit geboten werden, in einer schönen und verkehrsgünstig gelegenen Umgebung ihren Lebensabend zu verbringen". Und das mit professioneller Betreuung. Denn Bestandteil des Projektes ist auch eine Pflegestation. In der neuen Wohnanlage entstehen 53 Ein- und Zweiraumwohnungen mit einer Größe zwischen 45 und 53 Quadratmetern sowie 13 Zimmer in einer vom Dienst Medi Mobil betriebenen Pflegestation im Erdgeschoss. Senioren können sich im Haus einmieten (430 bis 602 Euro) oder eine Wohnung kaufen (99 500 bis 124 000 Euro) und entsprechend ihrer körperlichen Verfassung Dienstleistungen des Pflegedienstes „buchen" - bis hin zur Betreuung in den Pflegestufen I bis III. Rund 4,6 Millionen Euro werden in das Vorhaben investiert. Bauherr ist der Verein Alep, bekannt auch als Träger des benachbarten Kinderheims und des Objektes an der Margeritenstraße. Die dortige Wohnanlage mit 24 Zwei- und zehn Einraumwohnungen ist komplett ausgebucht. Die Kombination von persönlichem Freiraum und der Sicherheit einer Betreuungsmöglichkeit im Seniorenalter ist ganz offensichtlich beliebt. Ursprünglich sollte das neue Seniorenwohnhaus am Dornbuschweg Ende Oktober fertig werden. Nach neueren Schätzungen wird der Bau erst Anfang nächsten Jahres fertig gestellt. Der Neubau wird direkt mit der vorhandenen Altbausubstanz verbunden sein. Der untere Teil dieses angrenzenden Gebäudes dient als zentraler Speisesaal, darüber ist der mit großen Glasflächen erhellte Übergang.

25.08.2006

Neue Oranienburger Zeitung

Richtfest in Borgsdorf

Nachfolger für Manfred Tittelbach vorgestellt

BORGSDORF (zeit/h) - Richtfest wurde gestern für das Altenheim mit Pflegestation in Borgsdorf gefeiert. Im Frühjahr soll das neue Objekt von
Alep (Institut für außerschulisches Lernen und Erlebnispädagogik) fertig gestellt sein. Dr. Jürgen Schiel, Geschäftsführer des Instituts, hofft auf einen Einzug im März. Das Investitionsvolumen liegt bei gut fünf Millionen Euro. Neben Bürgermeisterin Monika Mittelstadt (CDU) wohnten auch Stadtverordnete aus Borgsdorf der Feier bei. Der Bau wird durch seine 50 neuen Appartements das benachbarte Altenwohnheim Nelkengrund" ergänzen. Laut Dr. Schiel liegen bereits erste Anfrage vor. Die Miete beträgt seinen Angaben zufolge zwischen 550 und 600 Euro. Das Konzept von Alep werde weitergeführt, so Schiel. Es soll pflegebedürftigen Menschen ermöglichen. einen individuellen Wohnraum sowie die Pflege und Betreuung einer Pflegestation im Hau („Medimobil") nutzen zu können. Schiel legt Wert darauf, dass die Mieter sich von der Pflegestation im Haus betreuen lassen, aber auch der bislang vertrauten Einrichtung die Treue halten können. Am Rande des Richtfestes wurde auch der Nachfolger des langjährigen Leiters des Borgsdorfer Alep-Kinderheims, Manfred Tittelbach, vorgestellt. Hubert Lautenbach hat am Montag die Leitung des sozialpädagogischen Verbundes Borgsdorf übernommen. Der Chef von 20 Mitarbeitern betreut die Kindereinrichtungen und Altenwohnungen in Borgsdorf. Zudem berät der 35-Jährige Alep in allen Rechtsfragen. Der Jurist und Sozialarbeiter hat bereits zahlreiche Stationen im Berufsleben absolviert. Er war in München, Frankfurt/Oder und Berlin aktiv. Gebürtig stammt Lautenbach aus der Pfalz.

25.08.06
Oranienburger Generalsanzeiger